Samstag, 12. März 2011
Bittere Suche
Er steht nur daneben und glotzt mich an. Faselt irgendetwas vor sich hin, ich weiß nicht genau was. Ich verstehe es nicht, muss wohl dänisch sein. Klingt irgendwie dänisch. Ich glaube er sagt, dass ich verrückt bin. Ich reibe meine blutigen Finger an meinem Bart, schüttele nur den Kopf, frage mich wo es ist. Ich bin doch nicht verrückt, es muss hier sein. Doch jetzt scheint es verschwunden, ich werde langsam panisch, kratze und kratze immer weiter, tauche meine Finger erneut unter die eisige Schneedecke. Meine Fingernägel brechen nach und nach ab, es schien so aussichtslos zu sein. Bluttropfen fallen in den Schnee und ein Vogel stürtzt neben mir zu Boden. Weiß wird zu Rot und meine Hoffnung es noch zu finden schwindet mit jedem weiteren Eisbrocken, den ich mit meinen nackten Fingern hervorbringe. Der Däne neben mir war weg, ich weiß nicht wann er gegangen ist, nichtmal wie lange ich schon hier draußen stehe und suche. Mittlerweile musste es erfroren sein, doch dann hörte ich es plötzlich leise schlagen. Weiter graben, immer weitergraben.
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