| via Google - Highscore |
Ich habe ein kleines Punktekonto in
meinem Kopf. Für gute Taten gibt es einen Punkt, bei schlechten
Taten wird einer abgezogen. Doch bei dieser Denkweise komme ich nicht
ohnehin, mich zu fragen: Was ist überhaupt gut und was ist schlecht?
Wo fängt gut und schlecht sein überhaupt an? Ich reime mir also
meine eigene Definition von gut und schlecht zusammen. Geschirrspüler
ausräumen, alten Leuten helfen den Bordstein zu erklimmen, im
Supermarkt keine Plastiktüten kaufen, keine Frage – das finde ich
schon sehr lobenswert. 3 Punkte. Böse gucken, mal was liegen lassen
und Rauchen ist okay, denke ich. Das wäre sowieso zu anstrengend das
alles mitzuzählen. Wenn ich dann jedoch vor der Haustür auf eine
Schnecke trete, ein lautes Knacken höre und mein ganzer Fuß anfängt
zu kribbeln, ziehe ich mir imaginär gleich wieder drei Punkte ab.
Lebewesen (versehentlich) töten ist nämlich besonders schlimm.
Außer Spinnen. Genauso wie Leute anrempeln, Kaugummi auf die Straße
spucken und über rote Ampeln gehen. Doch wofür mache ich das
eigentlich? Sollte es mir nicht egal sein, ob am Ende des Tages zwei
oder zwanzig Punkte auf meinem Konto vorhanden sind? Nein, denn wenn
ich etwas Gutes tue, dann gibt mir das ein Gefühl von Zufriedenheit.
Und wenn ich am Ende des Tages den Ausgleich schaffe zwischen Gut und
Böse, dann hab ich für mich den Highscore erreicht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen