Donnerstag, 28. Juni 2012

Jeden Tag eine gute Tat

 Highscore


via Google - Highscore
Ich habe ein kleines Punktekonto in meinem Kopf. Für gute Taten gibt es einen Punkt, bei schlechten Taten wird einer abgezogen. Doch bei dieser Denkweise komme ich nicht ohnehin, mich zu fragen: Was ist überhaupt gut und was ist schlecht? Wo fängt gut und schlecht sein überhaupt an? Ich reime mir also meine eigene Definition von gut und schlecht zusammen. Geschirrspüler ausräumen, alten Leuten helfen den Bordstein zu erklimmen, im Supermarkt keine Plastiktüten kaufen, keine Frage – das finde ich schon sehr lobenswert. 3 Punkte. Böse gucken, mal was liegen lassen und Rauchen ist okay, denke ich. Das wäre sowieso zu anstrengend das alles mitzuzählen. Wenn ich dann jedoch vor der Haustür auf eine Schnecke trete, ein lautes Knacken höre und mein ganzer Fuß anfängt zu kribbeln, ziehe ich mir imaginär gleich wieder drei Punkte ab. Lebewesen (versehentlich) töten ist nämlich besonders schlimm. Außer Spinnen. Genauso wie Leute anrempeln, Kaugummi auf die Straße spucken und über rote Ampeln gehen. Doch wofür mache ich das eigentlich? Sollte es mir nicht egal sein, ob am Ende des Tages zwei oder zwanzig Punkte auf meinem Konto vorhanden sind? Nein, denn wenn ich etwas Gutes tue, dann gibt mir das ein Gefühl von Zufriedenheit. Und wenn ich am Ende des Tages den Ausgleich schaffe zwischen Gut und Böse, dann hab ich für mich den Highscore erreicht.

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