Mittwoch, 1. August 2012

Fortsetzungsgeschichte...


via Deviantart
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Ich schluchze und weine fürchterlich. Wenn meine Eloise mich sehen könnte, sie würde denken, ich wäre ein Weichei. Doch ein Weichei würde diese fremde Frau nicht einfach mitnehmen und versteckt halten. Ihr werde ich es beweisen. Ich bin kein Weichei. Und schon gar nicht verrückt. Dass diese Frau hier auftaucht, hat mich einfach völlig aus der Bahn geworfen. Plötzlich kommt sie auf mich zu und will mir die Hand auf die Schulter legen. Sie denkt wohl, sie müsste Mitleid mit mir haben. Bevor ihre Hand meine Schulter auch nur berührt, schrecke ich hoch und stoße sie mit beiden Händen zurück. Sie taumelt erst ein ganzes Stück bevor sie mit einem Schrecken im Gesicht und einem lauten Knall hart auf dem Boden aufkommt. Ein Angstschrei. Jetzt hat sie Panik.
Die Frau fängt nun auch noch an zu schreien. „Lass mich gehen, bitte, ich will nur nach Hause, bitte tun sie mir nichts...“ - „Klappe!“, unterbreche ich sie und donnere ihr mit der Faust ins Gesicht. Sie fängt bitterlich an zu weinen. Bei diesem Gejaule kann ich nicht denken, ich weiß nicht wie ich sie loswerden soll. Noch nicht. Also verpasse ich ihr noch eine. Jetzt ist sie wieder still und ich kann nachdenken. Diese Frau ist in mein Revier eingedrungen, mein Versteck. Sie weiß, wie ich aussehe. Kennt mein Gesicht. Und wenn ich sie gehen lasse würde sie die anderen hier hinunterführen. Diesen Frauen kann man nicht trauen, sie sind alle so geschwätzig wie meine alte Eloise. Ach Eloise, tote Eloise, irgendwann wirst du mir verzeihen.
Die Frau scheint noch eine ganze Weile bewusstlos zu bleiben, also beschließe ich, ihr erst mal jeden ihrer Ringe von Finger zu ziehen. Ich lege ihre Kette und ihre Ohrringe ab, nehme die Gartenharke und die Autoschlüssel aus ihrer Tasche. Dann setze ich mich in den alten Ledersessel und denke nach.
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