Mittwoch, 6. Februar 2013

Glaubensfrage

via Deviantart
Er wusste nie, was er glauben sollte. Mal glaubte er an weiße Rauschebärte, mal an dicke runde Bäuche, mal an nichts und mal an alles. Doch all das, was die Leute ihm erzählten, konnte ihn nicht befriedigen. Dass er nicht an Gott glaubte, wusste er zumindest, da muss es doch etwas anderes geben, dachte er. Und so stolperte er umher und suchte nach einer Antwort auf seine Fragen, nach einer Wahrheit, die für ihn einen Sinn ergab.
Eines Tages sah er sie am Fenster sitzen mit ihren Seifenblasen. Er war fasziniert und fragte sie was sie da tat. Setz dich, sagte sie zu ihm und fing an ihm ihre Welt zu erklären.
Ein Universum voll von Sternen und Planeten, die sich langsam hin und her bewegten. Wie Seifenblasen, sagte sie, die durch den Wind getragen werden. Wenn man sie anhaucht, ändern sie ihre Richtung bis sie irgendwann zerplatzen. Er staunte nicht schlecht und sie fuhr fort. Am Ende des Universums gibt es ein Licht. Ein Rauschen, ein Irgendwas. Es gibt Impulse ab und haucht alles an, lenkt es in ihre Bahnen. Kreirt Wesen, die sich selbst rekreiren und auf ihren Planeten rummarschieren. Die Erde ist also wie eine Seifenblase, sagte sie.
Sie lacht bei ihren schönen Gedanken und er lachte auch. Es gefiel ihm, was sie sagte. Er sprang auf und ging davon. Danke, sagte er noch und ging seinen Weg nun ohne zu stolpern.

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