| via Deviantart |
Sie steht mit einem Bein im Abgrund der
totalen Selbstzerstörung. Die Frage nach dem Sinn. Wer sie überhaupt
ist. Wohin sie will. Zu viele Gedanken in einem Raum mit zu voll
bepackten Kartons. Alles um sie herum scheint zu wackeln und droht
einzustürzen. Deswegen fährt sie nach Norden. Für eine Auszeit von
all dem Lärm und dem Stress in ihrem Inneren. Hier draußen ist sie
allein mit ihrem Irrsinn und dem Rauschen des Meeres. Kann in Ruhe
nachdenken oder alles vergessen.
Ja, wie gerne würde sie jetzt
vergessen. Sich einfach ins Meer fallen lassen, den Kopf unter Wasser
tauchen. Stumm schreien. Den Kopf zum abschalten zwingen. Doch das
Wasser ist viel zu kalt zu dieser Jahreszeit, sie würde sich
erkälten. Also sitzt sie einfach nur da. Minuten, Stunden – wer
weiß das schon? Ihr Zeitgefühl hat sie längst verloren. Sie sitzt
einfach nur da, sucht Schutz und Halt in den Dünen. Das Meer war
schon immer ein Wunder für sie. Obwohl sie sich nie erklären konnte
wieso, linderte es immer wieder ihren Schmerz und brachte sie zur
Ruhe. Als sie wieder wusste wer sie war und wohin sie wollte, brach
sie wieder in die Wirklichkeit auf. Die Sonne hinter ihr ging langsam
unter.
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