Mittwoch, 6. Februar 2013

Das Meer & Ich

via Deviantart
Sie steht mit einem Bein im Abgrund der totalen Selbstzerstörung. Die Frage nach dem Sinn. Wer sie überhaupt ist. Wohin sie will. Zu viele Gedanken in einem Raum mit zu voll bepackten Kartons. Alles um sie herum scheint zu wackeln und droht einzustürzen. Deswegen fährt sie nach Norden. Für eine Auszeit von all dem Lärm und dem Stress in ihrem Inneren. Hier draußen ist sie allein mit ihrem Irrsinn und dem Rauschen des Meeres. Kann in Ruhe nachdenken oder alles vergessen.
Ja, wie gerne würde sie jetzt vergessen. Sich einfach ins Meer fallen lassen, den Kopf unter Wasser tauchen. Stumm schreien. Den Kopf zum abschalten zwingen. Doch das Wasser ist viel zu kalt zu dieser Jahreszeit, sie würde sich erkälten. Also sitzt sie einfach nur da. Minuten, Stunden – wer weiß das schon? Ihr Zeitgefühl hat sie längst verloren. Sie sitzt einfach nur da, sucht Schutz und Halt in den Dünen. Das Meer war schon immer ein Wunder für sie. Obwohl sie sich nie erklären konnte wieso, linderte es immer wieder ihren Schmerz und brachte sie zur Ruhe. Als sie wieder wusste wer sie war und wohin sie wollte, brach sie wieder in die Wirklichkeit auf. Die Sonne hinter ihr ging langsam unter.

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